Originaltitel: Chuck
Produktion: USA, 2007 – ?
Idee: Josh Schwartz, Chris Fedak
Darsteller: Zachary Levi, Yvonne Strahovski, Adam Baldwin, Sarah Lancaster, Ryan McPartlin, Joshua Gomez

★★★★½

Chuck - PosterChuck ist nach Fringe das Highlight meiner Serien-Saison 2008/2009. Das Review wird daher entsprechend subjektiv …
Gestoßen auf die Serie bin ich erst durch den Serienrundumschlag bei Andis Blog und dachte zunächst, dass das ein ziemlicher Flop wird, trotzdem habe ich mit der kurzen1 Staffel begonnen. Hatte sich auf jeden Fall gelohnt (immerhin kann man die Serien, einmal verpasst, dann am Stück schauen …), aber richtig genial wurde es erst mit der zweiten Staffel, die aktuell in den USA läuft.

Charles „Chuck” Bartowski (Zachary Levi) ist zunächst ein ziemlich gewöhnlicher Typ, der nicht gerade viel in seinem Leben erreicht hat. Kurz bevor er sein Studium in Standford beenden konnte wird er von seinem Kumpel Bryce des Betrugs bezichtigt, fliegt von der Uni und verliert seine einzige Liebe Jill. Seit dem arbeitet er in dem Elektronik-Großmarkt „Buy More”2 als Servicemensch in der Abteilung „Nerd Herd”3 (den Namen kann man sich schon mal auf der Zunge zergehen lassen), wo er elektrisches Kram reparieren darf. Er wohnt zusammen mit seiner Schwester Ellie, der vor allem daran gelegen ist, dass Chuck wieder eine Freundin findet, und ihrem Lebensgefährten Devon (von Chuck eigentlich nur „(Captain) Awesome” genannt) zusammen.

Sein Leben ändert sich allerdings als er durch recht eigenartige Umstände sämtliche Top-Secret der CIA und NSA, die auf dem „Intersect”-Server gespeichert sind, zu Gesicht bekommt und sich unfreiwillig merkt. Der eben benannte Server wird zudem zerstört und so kommt es, dass Chuck nun das Intersect ist. Er reagiert auf visuelle Reize , die zu „Flashes” führen, in denen er sieht, was in seinem Hirn nun alles gespeichert ist. Klingt komisch … ist es auch. Das ist die Prämisse der gesamten Serie, auf die muss man sich halt einlassen.


Zu seinem Schutz werden CIA-Agentin Sarah Walker (Yvonne Strahovski) und NSA-Agent John Casey (Adam Baldwin) abgestellt. Sarah agiert zur Tarnung als Chucks Freunding, Casey fängt im Buy More an.

Im folgenden Ausschnitt aus der zweiten Folge erklärt Chuck noch einmal selbst seine Situation. Wer des Englischen nicht so mächtig ist, kann sich das direkt auf YouTube mit deutschen Untertiteln anschauen.


Video auf YouTube inkl. deutscher Untertitel

Die Serie hat einen Nerd-Faktor, der seines gleichen sucht. Anspielungen auf Computer Games und was weiß ich noch alles.

I got them all on my Zune.
-You have a Zune?!
Are you kindding me? No, I mean no. I’ll grab my iPod.

Damit ist die Serie ja eigentlich schon Pflicht.

Levri spielt den Chuck absolut sympatisch und intelligent bis absolut tollpatschig. Aber auch die ganzen Nebendarsteller überzeugen bis ins Kleinste. Die vorher recht unbekannte Yvonne Strahovski feiert als Sarah ihr Debut in Amerika (… wie sie in einem Interview berichtet) und macht ihre Sache wirklich gut. Auf jeden Fall kommt die verzwickte Situation zwischen Chuck und Sarah gut rüber. Casey und Chucks Buddy Morgan sorgen auch einfach immer wieder für geniale Momente. Ganz nebenbei wird das Agenten-Krams ordentlich auf die Schippe genommen.

Die erste Staffel ist mir zuletzt doch etwas auf die Nerven gegangen, da größtenteils immer das gleiche passiert und irgendwie nicht alles 100%ig rüber kam. Was es genau war, kann ich gar nicht mehr sagen. Dafür ist die zweite Staffel umso genialer, es passiert mehr, Wendungen mit denen man so nicht gerechnet hätte, Beziehungen werden komplexer und auch die Charaktere bekommen mehr Tiefe.

In meinen Augen eine absolut sympathische Serie, die auf jeden Fall sehenswert ist. Auf der offiziellen Seite kann man sich die Folgen komplett anschauen. Man muss aber entweder aus den USA kommen oder mit einem Proxy nachhelfen. In Deutschland wird die Serie wohl erst im Sommer dieses Jahres über die Bildschirme flimmern4. Allerdings ist es in meinen Augen doch arg fragwürdig, ob der Charme und Witz die deutsche Synchronisation überlebt. Bin jedenfalls gespannt, wie „Captain Awesome” dann heißen wird.

  1. Wie viele andere Serien auch, war Chuck vom Autorenstreik betroffen. Deshalb hat die erste Staffel nur 13 Folgen []
  2. Sehr offensichtlich an die amerikanische Kette „Best Buy” angelehnt []
  3. Wiederum angelehnt an das „Geek Squad” der Best Buy Kette []
  4. Quelle: serien-network.com []