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“Mission complete, Houston”
Am vergangenen Donnerstag landete das Space Shuttle „Atlantis” zum letzten Mal in Cape Caneveral und beendete damit nach 30 Jahren und 135 Missionen die Ära des US-amerikanischen Space Shuttle Programms.

Nach erfolgreicher Landung noch vor Sonnenaufgang funkte Captain und Shuttle Commander Ferguson: “Mission complete. After serving the world for over 30 years, the space shuttle has earned its place in history, and it’s come to a final stop.”
Sehr schade, da das Shuttle-Programm das interessanteste war, was unsere Raumfahrt zu bieten hat. Jetzt bleibt abzuwarten, welches Unternehmen als erstes für die Amerikaner eine bezahlbare Möglichkeit entwickelt, ins All zu reisen, und wie diese aussieht.
Auf YouTube gibt es die finale Landung zum nochmal angucken: Atlantis’s Final Landing at Kennedy Space Center (interessant wird es ab 9:00).
Unbedingt angucken sollte man das folgende Video Tribute vom Guardian. Take Off bis Touch Down zusammengeschnitten aus allen Shuttle Mission. Der Artikel dazu: Space shuttles united – a video tribute
Fotos liefern National Geographic und The Atlantic.
Die New York Times schreibt über die Landung und erwähnt auch, was das für die vielen Jobs bedeutet, die vom Programm abhängig sind: The Shuttle Ends Its Final Voyage and an Era in Space
Three years ago, 15,000 people worked at the Kennedy Space Center. As of Thursday, employment had fallen to 11,500. It is expected to drop soon to 8,200 before edging up to 10,000 in a few years as new NASA programs begin.
The Telegraph liefert Zahlen und NPR verpackt die Geschichte in eine Infografik.
Lesenswert auch der Artikel der BBC: Space shuttle Atlantis makes final landing
Beim Guardian findet man auch einen Artikel der weniger euphorisch ist und das Space Shuttle Programm eher als Geldverschwendung bezeichnet: The space shuttle programme has been a multi-billion-dollar failure
Not only has the shuttle programme been costly, it has been boring. A generation that grew up with Stanley Kubrick’s 2001: A Space Odyssey had hoped that by the dawn of the new millennium we would be regularly vacationing in space, and routinely sending astronauts to boldly go where no man or woman had gone before.
Instead we were treated to regular images of the shuttle visiting a $100bn boondoggle orbiting in space closer to Earth than Washington DC is to New York. No one except a billionaire or two has ever vacationed in space, and their “hotel” was a cramped, stuffy and at times smelly white elephant.
(via nerdcore)
„Zero … and Lift Off! The Final Liftoff of Atlantis.”
Heute ist das Shuttle „Atlantis” als letztes seiner Art ins All und zur ISS gestartet. Damit geht das nun dreißig Jahre bestehenden Space Shuttle Programm seinem historischen Ende entgegen.
Wie so oft war das Zeitfenster für den Start denkbar klein und das Wetter gewohnt etwas unkooperativ. Letztlich klärte der Himmel doch noch auf und machte den Weg frei für die „Atlantis”. Es war der letzte Start der „Atlantis” und auch der letzte eines Space Shuttles, da die US-Regierung beschlossen hat, das Programm zu einzustellen.
Im April ’81 begann die Ära der Shuttles mit Mission STS-1 und der „Columbia”, in voraussichtlich zwölf Tagen endet sie mit dem finalen Touchdown der „Atlantis”, welche die 135. Shuttle Mission fliegt.
Ziel dieser ist die Versorgung der internationalen Raumstation mit Proviant, Ersatzteilen usw.. Immerhin ist es vorerst der letzte bemannte Flug eines amerikanischen Raumschiffes. In Zukunft muss die NASA die Soyuz der Russen mitnutzen.
Mehr zur Mission, dem Start und dem Ende der Ära auch auf astronews.com: Atlantis zur letzten Shuttle-Mission gestartet
Discovery zurück von letzter Mission – und zu verkaufen.
Letztes Jahr habe ich über das Ende der Space Shuttle Ära geschrieben und mit ein bisschen Verspätung ist dieses nun wieder ein wenig näher gerückt. Die „Discovery” ist von ihrer letzten Mission (STS-133) sicher zurück.
Im letzten Jahr hieß es noch, dass die „Atlantis” als erstes den Betrieb einstellt und die Mission STS-132 im Mai sollte eigentlich die letzte des Shuttles sein. Wie das aber so mit Plänen und besonders Zeitplänen ist, sind die meistens mehr so eine grobe Richtlinie … für die „Atlantis” heißt das, dass sie noch einmal starten darf und somit das letzte Shuttle im All sein wird. Aktuell ist der Start Juni geplant1.
Vorher startet voraussichtlich im April2 noch die „Endeavour” zu ihrer letzten Mission (STS-134) richtung ISS.
Wer übrigens schon immer so ein Shuttle haben wollte, hätte nun die Chance die „Discovery” relativ günstig zu erwerben. Das Shuttle gibts komplett für lau, nur die Versandkosten von knapp 29 Millionen Dollar müsstet ihr zahlen. Schnäpchen.
Space Shuttle Ära geht zu Ende
Im April 1981 startete die NASA Mission STS-1 und damit das erste Space Shuttle und somit wieder verwendbare Raumfahrzeug ins All. Jetzt, 29 Jahre später, geht die Zeit der Space Shuttles langsam dem Ende entgegen.

Der wohl letzte Start des Space Shuttles „Atlantis”
Dass das Space Shuttle Programm keine Zukunft hat, steht schon lange fest. So schön die ganze Idee auch ist, verschlingt es doch zu viel Geld und Katastrophen wie der Challenger und Columbia haben gezeigt, dass es alles andere als sicher ist. An Alternativen wird gearbeitet. Da gab es zunächst Orion als Raumschiff und die Ares Trägerraketen, die Schwerlasten ins All bringen sollten. Beides war Teil des Constellation-Programms, das den Mensch zunächst auf den Mond und von dort aus auf dem Mars befördern sollte. Doch sollte das zu lange dauern und Kosten verursachen, die kaum noch abzusehen waren. Daher erklärte Obama in diesem Jahr das Programm für gestorben. Mehr zu Obamas Plänen im PhysikBlog.
Somit ist noch fraglich, mit welchem Gerät der NASA in Zukunft in die unendlichen Weiten vordringt. Irgendeine neue Rakete und ansonsten wohl am liebsten kommerzielle Lösungen anderer Unternehemen1.
In jedem Fall werden bald keine Space Shuttles mehr abheben. Persönlich finde ich das schade, weil die einfach cool sind. Ich könnte mir wohl den ganzen Tag die Starts2 von den Teilen angucken und ebenso die Ladungen, wenn diese Dinger einfach wieder wie ein normales Flugzeug auf der Rollbahn landen. Das ist doch was völlig anderes als irgendwelche Kapseln, die ins Meer fallen oder in einer Steppe in Kasachstan aufschlagen.
Sogar auf dem Rücken von Flugzeugen werden die Transportiert. Mal ehrlich: Geht’s besser?
Nun hat das Shuttle Atlantis als erstes zu seiner letzten Mission (STS-132) abgehoben. Es steht danach nur noch für STS-335, einer sogenannten „Launch on Need” Mission, bereit, um notfalls die Crew der Endeavour bei ihrem letzten Einsatz zu retten.
Die weitere Planung3 sieht vor, dass am 16. September4 die Discovery zu ihrer letzten Reise (STS-133) aufbricht und gegen Mitte November die Endeavour (STS-134) als letztes Shuttle folgt.
Zum Abschluss noch ein paar Bilder:
Mehr >
- A Bold Approach for Space Exploration and Discovery [PDF] [↩]
- Die Shuttles drehen sich ja sogar … [↩]
- NASA – Consolidated Launch Manifest [↩]
- Sofern Technik und Wetter mitspielen [↩]
Hubble wieder fit
Das Weltraumteleskop Hubble ist nach erfolgreicher Instandsetzung heute wieder von der Atlantis ausgesetzt worden. Nun steht die Rückreise des Space Shuttles an. Erster möglicher Termin für den Wiedereintritt wäre am Freitag, 22. Mai so gegen 16 Uhr. Das hängt natürlich wie immer von der weiteren Entwicklung und dem Wetter ab. Den aktuellen Stand erfahrt ihr im Landing Blog der NASA.
Wahnsinns Bilder der Mission hat The Big Picture: Hubble’s final servicing mission
Das Video zum Start der Atlantis liefert die NASA auch: 480p (*mov) | YouTube
Atlantis Mission zum Hubble-Teleskop
Blöderweise habe ich den Start der Atlantis verpasst. Gestartet ist die Mission STS-125, welche für das Weltraum-Teleskop Hubble die letzte Wartungsmission ist, auch ohne mein Zuschauen. Das auch erfolgreich.
Diese Wartungs-Mission soll Hubble fit für die nächsten Jahre machen, sodass es mindestens bis 2014 genutzt werden kann. In fünf Außeneinsätzen werden dazu einige Einrichtungen gewartet bzw. repariert und außerdem sollen zwei neue Instrumente installiert werden.
Nach der Columbia-Katastrophe 2003 wurden zunächst alle Mission zum Teleskop aus Sicherheitsgründen gestrichen. Normalerweise müssen seitdem alle Shuttles im Problemfall die ISS ansteuern können. Das ist bei Flügen zum Weltraumteleskop Hubble aber nicht möglich, da die Entfernung zwischen diesem und der ISS zu groß ist. Letztlich wurde mit einer Kompromisslösung die Mission doch wieder ins Programm aufgenommen. Im Notfall steht nun das Shuttle Endeavour für eine Rettungsmission bereit.
Hier ein schöner Artikel mit jede Menge Hintergrundinformationen, Bilder die Hubble bis jetzt gemacht hat, Bilder der Vorbereitung des Shuttles.