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Review: Zombieland
Originaltitel: Zombieland
Produktion: USA, 2009
Regie: Ruben Fleischer
Darsteller: Jesse Eisenberg, Woody Harrelson, Emma Stone, Abigail Breslin





Endlich. Endlich wieder ein Film, der Spaß macht. Nach nicht mal erwähnenswerten Werken wie „Carriers”1, „Gesetz der Rache” oder „2012” brauchte ich genau so was wie „Zombieland”.
Sofort geht es zu Metallicas „For Whom the Bell Tolls” mit einer rasanten Eingangssequenz los und schon da hatte der Film mich ….
Die Story ist schnell erzählt: Ein Virus verwandelt die Menschen in Zombies, die natürlich die verbliebenen Menschen fressen/infizieren. So wurde aus den USA Zombieland. Ausgelöst wurde die Krankheit übrigens durch infizierte Burger, was mich natürlich sofort an die aktuelle Treehouse of Horror Simpsonsfolge erinnert hat.
Nur wenige konnten den Zombies entkommen. Darunter der Nerd „Columbus” (Jesse Eisenberg)2, der aufgrund seiner teils ausgefallenen Regeln überlebt hat. Columbus, der wie alle Figuren nur mit einem Ortsnamen als Alias benannt wird, trifft auf Badass Tallahassee (Woody Harrelson). Als die beiden so durch Zombieland reisen, treffen sie auf die Geschwister Little Rock (Abigal Breslin)3 und Wichita (Emma Stone)4, die haben aber nicht nur Gutes im Sinne.
Review: Transformers – Die Rache
Originaltitel: Transformers: Revenge of the Fallen
Produktion: USA, 2009
Regie: Michael Bay
Darsteller: Shia LaBeouf, Megan Fox, Rainn Wilson, Josh Duhamel, John Turturro, Isabel Lucas





Mit Transformers ist das wohl so eine Sache. Genau wie beim ersten Teil kommt auch Bays Fortsetzung „Transformers – Die Rache”1 in Reviews entweder ganz gut weg oder wird hemmungslos zerrissen. Für beides gibt es gute Gründe.
Review enthält lauter kleine Spoiler, aber wer sich den Film wegen der Story angucken will, sollte eh zu Hause bleiben.
Die Story ist teilweise ein bisschen konfus, teilweise einfach nur mit kompletter Blödheit der Charaktere zu erklären.
Schon der Aufmacher wirft beim etwas aufmerksamen Zuschauer Fragen auf. Wie im Trailer zu sehen findet Sam Witwicky einen Splitter des Allsparks, jenen Würfels, der alle Geheimnisse usw. der Transformers enthält und im ersten Teil nahezu komplett zerstört wurde. Lediglich Optimus Prime hat einen Splitter aus der Brust (des toten) Megatron genommen. Woher jetzt der Splitter von Sam kommt … na ja, was solls. So hat er immerhin auch in diesem Film was zu tun.
Leider geht diese Würfelsplittergeschichte ähnlich verquer weiter, sodass am Ende jeder Sinn verloren geht.
Dann kommen immer wieder so Sachen, bei denen man sich nur fragt, ob Sam nun irgendwie verblödet ist. Aufgrund dieses Würfelsplitters greifen komische Minibots an und nachdem Bumblebee (der jetzt plötzlich schon wieder das Reden verlernt hat) eingegriffen hat, liegt das halbe Haus der Witwickys in Schutt und Asche. Trotzdem gibt er dieses offensichtlich wichtige und umkämpfte Bruchstück seiner Freundin mit … soll die doch drauf gehen, wenn mal wieder Bots es klauen wollen? Allerdings verliert sich dieser Subplot sowieso und der Splitter ist plötzlich nicht mehr von Belang.
- der engl. Originaltitel klingt hier mal wieder doppelt so cool und macht auch viel mehr Sinn … [↩]
Kurzreviews
Diesmal dabei: Ananas Express, Spritztour, Gran Torino, The International und Crank 2. Weiter nach dem Klick …
Review: Fringe
Originaltitel: Fringe
Produktion: USA, 2008-
Idee: J.J. Abrams, Alex Kurtzman, Roberto Orci
Darsteller: Anna Torv, John Noble, Joshua Jackson, Lance Reddick, Kirk Acevedo





„Fringe” heißt die neue Serie von J.J. Abrams, der ja schon mit „Lost” eine recht fesselnde Mystery-Serie erschaffen hat. Lost hat in meinen Augen aber das Problem, dass die Serie sehr komplex ist und so einen Neueinstieg kaum möglich macht, da man sonst vieles nicht begreift. Außerdem werfen die meisten Folgen mit jeder beantworteten Frage zig neue auf, die meistens nicht einmal innerhalb einer Staffel, wenn überhaupt, geklärt werden. Die langen Pausen zwischen den Staffeln machen es nicht wirklich angenehmer.
Fringe ist bewusst anders gestrickt. Mehr >
Review: Transporter 3
Originaltitel: Transporter 3
Produktion: USA, Frankreich, 2008
Regie: Olivier Megaton
Darsteller: Jason Statham, Natalya Rudakova, François Berléand, Robert Knepper





Frank Martin, bekannt aus den ersten beiden Transporter Teilen als kompromissloser Fahrer mir Prinzipien, ist wieder im Einsatz.
Die Handlung ist in diesem Teil leider so dünn vertreten, dass ich eigentlich nichts schreiben kann, ohne zu viel zu verraten. Nach einer kurzen Einleitung in die Geschehnisse (Frank muss mit Paket und weiblicher Begleitung zu einem bestimmten Ziel, darf sich dabei nicht mehr als 25 Meter vom Auto entfernen … sonst tot wegen Bombe am Handgelenk) geht der Film los. Es folgen noch fast 90 Minuten, in denen kaum noch Relevantes passiert.
Was es mit dem Paket und der Frau auf sich hat, wird einem ziemlich schnell bewusst und man fragt sich, wann Frank auch endlich drauf kommt. Die Geschichte, die dahinter steht, ist dabei genauso wenig ausgeprägt wie die Handlung. Erneut wird in diesem Film die Umwelt zum Thema gemacht, das passt zwar in die heutige Zeit, ist aber genauso spektakulär wie irgendwelche Quanten, die Wasser aufstauen.
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Review: Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels
Originaltitel: Indiana Jones and the Kingdom of the Crystal Skull
Produktion: USA, 2008
Regie: Steven Spielberg
Darsteller: Harrison Ford, Cate Blanchett, Karen Allen, Shia LaBeouf, Ray Winstone, John Hurt, Jim Broadbent





1954. Der zweite Weltkrieg ist vorbei und es herrschen die 50er Jahre mit Rock’n'Roll, Greaser und Milchbars, aber eben auch der Kalte Krieg und der Kampf gegen Kommunismus im eigenen Land.
Henry “Indiana” Jones ist immer noch Professor, inzwischen ein bisschen grau geworden aber ansonsten immer noch der alte und ehe er sich versieht steckt er wieder im Abenteuer und zwischen den Fronten von CIA und KGB.
Der Halbstarke Mutt (Shia LaBeouf) ersucht Jones um Hilfe. Seine Eltern sind verschwunden und außerdem wäre da ja auch noch der sagenumwobene Kristallschädel. So beginnt der vierte Teil nach der besten Trilogie überhaupt zweitbesten Trilogie (Bourne ist doch besser …).
Harrison Ford spielt den Indy wie eh und je. keine Spur vom Alter, trotz der grauen Haare und dem etwas älteren Aussehen. Eigentlich sollte sich Ford ja die Haare braun färben, doch es konnte ihm wohl keiner der verantwortlichen einen plausiblen Grund nennen. Letztendlich hat man spätestens nach dem ersten coolen Spruch keine Zweifel mehr, dass das wirklich der Indy aus den Teilen zuvor ist. Mehr >
Review: Die History Boys
Originaltitel: History Boys, The
Produktion: Großbritannien, 2006
Regie: Nicholas Hytner
Darsteller: Samuel Anderson, James Corden, Stephen Campbell Moore, Richard Griffiths, Frances de la Tour, Andrew Knott





Die Schüler Crowther, Posner, Dakin, Timms, Akthar, Lockwood, Scripps und Rudge kommen alle aus einfachen Verhältnissen. Da sie die besten ihres Jahrganges sind bereiten sie sich nun in einem zusätzlichen halben Jahr an der Grammar School auf die Aufnahmeprüfungen der renommierten Colleges Oxford und Cambridge vor.
Begleitet werden diese dabei von ihrem „General Studies” Lehrer, der von allen lediglich „Hector” genannt wird. Hector ist ein ziemlicher Sonderling, aber bei den Schülern durchaus beliebt. Er möchte ihn ein Gesamtbild des Wissens fürs Leben vermitteln und legt Wert auf ein Gefühl für die Dinge und bloße Fakten.
Der Direktor sieht in Hectors Unterricht allerdings keine ausreichende Vorbereitung für die bevorstehenden Prüfungen. Daher stellt er ihm den jungen Lehrer Mr. Irwin zur Seite. Dieser setzt aber auf grundsätzlich andere Lehrmethoden. Die Schüler sollen nicht durch bloße geschichtliche „langweilige” Fakten überzeugen, sondern originell schreiben, um so zu überzeugen.
Hin und her gerissen zwischen diesen beiden Ansichten müssen die Schüler versuchen ihren eigenen Weg zu finden. Hinzu kommen diverse liebes Gefühle auch unter den Schülern.
„The History Boys” ist eine Verfilmung des gleichnamigen und auf der Insel sehr erfolgreichen Theaterstücks. Daher sind seine treibende Kraft auch ganz klar die Dialoge, die -selbst wenn stellenweise nur Literatur rezitiert wird- einfach das „besondere etwas” haben. Es wurde viel kritisiert, dass es ein einfach nur langweiliger Streifen ist. Da kann ich mich aber absolut nicht anschließen. Sicher ist die Rahmenhandlung nicht die großartigste, aber das fällt überhaupt nicht auf.
Bei vielen Filmen in letzter Zeit werden Charaktere und deren Entwicklung nahezu komplett außer acht gelassen. Gerade deshalb macht es einfach Spaß diesen Film zu sehen. Denn jeder der Schüler spielt in gewisser Weise eine wichtige Rolle, statt bloß Statist neben einem Hauptdarsteller zu sein.
Jeder, der mal wieder einen Film mit guten Dialogen und Charakterrollen sehen möchte, sollte sich diese Jungs nicht entgehen lassen. Für reine Liebhaber der Komödie ist der Film aber ehr nichts, denn für mehr als ein gelegentlichen Schmunzeln über die schlagfertigen Redekünste reicht es nicht.
History? It’s just one fucking thing after another.
Review: Superbad
Originaltitel: Superbad
Produktion: USA, 2007
Regie: Greg Mottola
Darsteller: Jonah Hill, Michael Cera, Christopher Mintz-Plasse, Bill Hader, Seth Rogen





Den Trailer zum Film habe ich im Kino beim Simpsonsfilm gesehen und der hat mich so begeistert, dass ich ihn mir einfach angucken musste, auch wenn der Trailer so gemacht war, dass man sich den Titel einfach nicht gemerkt hat …
Der Film ist quasi American Pie in besser. Die Story gestaltet sich etwa so:
Die befreundeten Teenager Seth und Evan sind das letzte Jahr auf der High School. Danach müssen sie auf verschiedene Colleges gehen. Aber vorher wollen sie noch „eine Nummer landen”. Das typische Szenario also. Der weitere Verlauf ist aber was neues…
Seth wird von seinem Schwarm Becca zu einer Party eingeladen und er bietet an Alkohol zu besorgen. Seths und Evans Kumpel Fogell (der „Loser”) hat sich nämlich einen gefälschten Ausweis besorgt. Im Getränkemarkt gerät Fogell allerdings in einen Überfall und ist den Rest des Abends mit den beiden Officers Michaels und Slater unterwegs. Seth wird währenddessen angefahren und der Fahrer bietet als Entschädigung an, Seth und Evan mit zu einer Party zu fahren, um von dort doch noch den Alkohol zu besorgen.
Zum Ende hin treffen doch wieder alle auf der Party zusammen. Doch dort kommt es dann alles ganz anders als es zunächst geplant war…
Erfreulich ist, dass man die Entwicklung nicht direkt voraus ahnen kann wie es bei vielen dämlichen Teeniefilmen (American Pie und Konsorten) üblich ist. Ansonsten ist es gutes Hollywood Popcorn-Kino mit vielen Gags und Fogell als „nur McLovin” ist einfach der Brüller.
Die Autoren sollen echte Jugenderfahrungen verarbeitet haben und das merkt man im Endeffekt auch. Die einzelnen Situationen sind realistischer als bei den üblichen Teeniefilmen und es wird mehr Wert auf die Charaktere gelegt, die schon ganz allein für den nötigen Witz sorgen.
Wer ein bisschen lachen möchte, sollte sich den Film auf jeden Fall ansehen. Ist schließlich wohl einer der besten Teeniefilme der letzten 10 Jahre oder überhaupt der beste.
Übrigens: Unbedingt auf englisch ansehen, denn wie soll man Stellen wie
„You don’t want girls to think you suck dick at fucking pussy.”
schon vernünftig übersetzen?
Review: Hot Fuzz
Originaltitel: Hot Fuzz
Herstellungsland: UK, 2007
Regie: Edgar Wright
Darsteller: Simon Pegg, Nick Frost, Martin Freeman, Bill Nighy, Robert Popper






Die Bezeichnung Superbulle reicht für Nicholas Angel (Simon Pegg) nicht aus. Er erhält eine Auszeichnung nach der anderen und liegt mit seiner Verhaftungsanzahl mal locker 400% über dem Durchschnitt. Kurz gesagt er ist der Superbulle Londons. Nur macht er sich damit nicht gerade Freunde unter seinen Kollegen. Also wird er befördert und versetzt. Ab sofort ist er Gesetzeshüter in Sandford. Ein Kaff „in the middle of nowhere”.
Von den Bürgern der Stadt sowieso nicht recht ernst genommen, übertreibt er seine Aufgabe maßlos und startet schon wegen ein paar geklauter Kekse ein wilde Verfolgungsjagd. Kein Wunder also, dass er auch bei den Kollegen immer wieder aneckt.
Bald beginnt eine Mordserie hinter der unser Held mehr als nur Unfälle, wie seine Kollegen die Vorfälle einstufen, vermutet.
„Hot Fuzz” ist vom „Shaun of the Dead” Regisseur Edgar Wright und auch Simon Pegg ist wieder als Hauptdarsteller und Drehbuchautor mit von der Partie. So kommen natürlich auch bekannte Elemente wieder vor. So z.B. diese schnellen Schnitte bei eigentlich langweiligen Momenten.
Der Film ist voller genial absurder Momente und Gags, zwar sind einige davon ein bisschen vorhersehbar und kommen auch nicht so ganz an, dafür kommen andere völlig unerwartet. Dabei wird vor nichts halt gemacht, da bekommt eine Oma schon mal einen Air-Kick ins Gesicht verpasst.
Es wirkt stellenweise so als ob nicht Film parodiert, sondern die Figuren selbst. Da wäre z.B. Seargant Angle, der scheinbar ganz bewusst, wie einst Clint Eastwood in die Stadt einreitet. Ganz nebenbei wird auch noch das eigene Werk „Shaun…” auf die Schippe genommen, wenn es wieder über Gartenzäune geht oder Nick Frost aka „Danny” als Affe bezeichnet wird.
An Stunts, Action und Waffen wird nicht gespart und herrlich übertrieben wird geballert was das Zeug hält. Bisschen Splatter gibt’s auch, aber nur so dreimal und auch für die zartbesaiteten gut zu ertragen, da so übertrieben und eher abstrakt, dass es ehr lustig als zum Schaudern ist.
Hot Fuzz ist mehr als nur heiße Luft und wer „Shaun…” mochte, wird diesen Film sicher lieben. Feinster britischer Humor, der diesmal das Actiongenre hoch nimmt.